
Propolis & Bienenprodukte
Bienengift
Das Bienengift können Spezialfirmen gewinnen, indem sie die Bienen 'melken'. Das geschieht durch leichte Stromstöße, so dass die Bienen zustechen und ihr Gift hinterlassen. Früher hat man die Giftproduzentinnen zum Stechen auf eine Unterlage gezwungen, wobei sie ihren Stachel verloren.
Das Bienengift ist ein Eiweißgift, das zu überwiegendem Teil aus Polypeptiden besteht, dem Grundbaustein des Eiweißes und dem Hauptwirkstoff Melittin. Weitere 50 chemische Bestandteile sind darunter, z.B. Amine (Histamin) und Enzyme. Anwendungsmöglichkeiten findet die Medizin bei rheumatischen Muskel-, Nerven- und Gelenkerkrankungen. Den Wirkstoff gibt es in Form von Salben, Tinkturen und auch Injektionslösungen, die durchblutungsfördernd und antirheumatisch wirken. Als Puder kann man das Bienengiftpräparat ebenso bei Gürtelrose, Flechten und Hautausschlägen verwenden. Allerdings sollte man auch sehr vorsichtig sein. Einige Menschen reagieren nämlich allergisch auf Bienengift. Im Extremfall kann es für diese Personen sogar tödlich ausgehen, wenn die Schleimhäute stark anschwellen und die Atemwege blockieren.